Pflege für trockene Haut nach dem Winter
Pflege trockener Haut nach dem Winter
In den ersten Frühlingsmonaten ist es ganz normal, die sogenannte Winterhaut zu erleben. Die letzten Spuren der Sommersonne sind verschwunden, und die Kälte sowie die Trockenheit des skandinavischen Klimas haben dazu geführt, dass sich unsere Haut trocken und fahl anfühlt.
Auch wenn das völlig normal ist und das Klima immer beeinflusst, wie wir uns fühlen und aussehen, kann diese Zeit eine gute Gelegenheit sein, der Haut und sich selbst etwas zusätzliche Pflege zu schenken. Als Kräuterkundlerin ist es mir immer wichtig zu betonen, dass es genauso entscheidend ist, von innen zu arbeiten wie von außen.
Mit anderen Worten: Was wir auf unsere Haut auftragen, ist genauso wichtig wie das, was wir zu uns nehmen – und umgekehrt.
Es gibt tatsächlich viele Dinge, die helfen können, aber meine fünf wichtigsten Tipps für gut durchfeuchtete Haut sind folgende: Wasser, Vitamin C, gute Fette, hautunterstützende Kräuter und ein Inhaltsstoff namens Hyaluronsäure.
Bei trockener und fahler Haut beginnt alles mit Wasser, also Feuchtigkeit. In Schweden starten die meisten Menschen ihren Tag mit einer Tasse Kaffee. Auch wenn Kaffee ein wunderbares Kraut ist, wirkt er anregend und harntreibend. Wer Kaffee trinkt, sollte daher unbedingt zusätzlich viel Wasser zu sich nehmen. Alternativ kann man den Tag mit einem Glas Zitronenwasser beginnen – hydratisierend und reich an Vitamin C. Vitamin C unterstützt unser Bindegewebe und hilft außerdem bei der Aufnahme anderer Nährstoffe. Damit ist es ein perfekter Start in den Tag.
Auch gute Fette sind enorm wichtig. Wir haben alle schon von Omega-3-Fettsäuren gehört, oder? Eine bewusste Aufnahme von fettem Fisch, Nüssen und Samen wie Kürbis-, Chia- oder Hanfsamen kann dazu beitragen, dass die Haut praller und strahlender aussieht. Der Grund dafür ist, dass diese gesunden Fette am Aufbau der Fettschichten rund um jede einzelne Hautzelle beteiligt sind. Omega 3 kann außerdem helfen, entzündliche Hautzustände zu verbessern.
Es gibt viele Kräuter, die für die Hautpflege verwendet werden können. Wenn es jedoch darum geht, Feuchtigkeit zurückzubringen, haben sich besonders schleimstoffhaltige Kräuter als sehr hilfreich erwiesen. Vor allem dann, wenn sich auch die Schleimhäute trocken anfühlen, etwa in Augen, Nase oder im Intimbereich. Vielleicht hast du schon einmal Aloe vera auf sonnenverbrannte oder trockene Haut aufgetragen – dieses kühlende, gelartige Gefühl kann sehr beruhigend und feuchtigkeitsspendend sein. Mein persönlicher Favorit ist die Eibischwurzel. Sie über einige Wochen als Tee zu trinken, wirkt wahre Wunder gegen dieses trockene, fahle Gefühl. Sie lässt sich leicht mit anderen Kräutern kombinieren, was auch sinnvoll ist, da sie selbst stark kühlend wirkt. Kombiniere sie zum Beispiel mit Ringelblume, einem echten Star unter den Hautkräutern, um ein ausgewogeneres Getränk zu erhalten, das zusätzlich beim Entgiften unterstützt.
Wenn es um intensive Feuchtigkeit und Hautpflege geht, kommt Hyaluronsäure ins Spiel. Sie ist eine Art Polysaccharid und wird vom Kräuterkundler David Hoffman (2003) treffend als „universeller Bestandteil der extrazellulären Flüssigkeit, die die Zwischenräume der Körperzellen ausfüllt“ beschrieben. Was bedeutet das konkret und warum ist sie in der Hautpflege so begehrt? Hyaluronsäure ist essenziell für gut durchfeuchtetes, geschmeidiges Gewebe und eine gesunde Zellfunktion, da sie mehr Wasser binden kann als jede andere natürliche Substanz. Anders gesagt: Sie hilft der Haut, Wasser zu speichern – und das bedeutet gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut. Kein Wunder also, dass Hyaluronsäure in der Hautpflege immer beliebter wird. Wichtig ist jedoch, auf ihre Herkunft zu achten, da die Herstellungsweisen variieren. Bevorzuge natürliche Quellen.
Zum Schluss dürfen gesunde Gewohnheiten nicht unerwähnt bleiben. Ausreichend Schlaf, etwas Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und sanfte, natürliche Hautpflege sind die Grundpfeiler für eine gesunde, glückliche Haut – das ganze Jahr über.









