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PFAS in der Hautpflege: Ein verborgenes Gesundheitsrisiko, das wir nicht länger ignorieren können

PFAS in Skincare: A Hidden Health Risk We Can No Longer Ignore

Jeden Tag treffen wir Entscheidungen darüber, was wir essen, was wir trinken und wie wir für unseren Körper sorgen. Wir lesen Lebensmitteletiketten, greifen zu Bio-Produkten und vermeiden stark verarbeitete Zutaten. Aber was ist mit den Produkten, die wir auf unsere Haut auftragen? Die Cremes, Seren und Make-up-Produkte, denen wir vertrauen, um unsere Haut zu pflegen und zu schützen – könnten sie etwas Schädliches enthalten?

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe synthetischer Chemikalien, die in vielen Alltagsprodukten verwendet werden, von wasserabweisender Kleidung bis hin zu Antihaft-Kochgeschirr. Alarmierenderweise haben sie auch ihren Weg in Hautpflege und Kosmetik gefunden. Diese langlebigen Chemikalien bleiben nicht einfach auf der Hautoberfläche – sie werden über die Haut aufgenommen, gelangen in den Blutkreislauf und reichern sich mit der Zeit im Körper an. Die Folgen dieser stillen Belastung könnten weitaus gravierender sein, als uns bewusst ist.

Die unsichtbaren Folgen von PFAS

Wissenschaftliche Forschung, unter anderem Studien des Karolinska-Instituts, hat bestätigt, dass unsere Haut kein undurchdringlicher Schutzschild ist – sie nimmt einen Großteil dessen auf, was wir auf sie auftragen. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe unserer Kosmetikprodukte potenziell unsere innere Gesundheit beeinflussen können. Bei Menschen mit einer genetisch schwächeren Hautbarriere ist die Aufnahme sogar noch höher.

PFAS werden mit einer Reihe schwerwiegender Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht, darunter:

  • Hormonelle Störungen, die den natürlichen Rhythmus des Körpers aus dem Gleichgewicht bringen

  • Lebererkrankungen, die die Entgiftungsfähigkeit des Körpers beeinträchtigen

  • Verminderte Fruchtbarkeit, was Sorgen für zukünftige Generationen aufwirft

  • Erhöhtes Krebsrisiko, das die tägliche Beauty-Routine zu einer potenziellen Gefahr macht

Wenn du einem Stoff nicht vertrauen würdest, ihn in deinen Körper aufzunehmen – warum solltest du ihn dann auf deine Haut auftragen?

Schönheit mit Verantwortung wählen

Sich im Dschungel der Hautpflege zurechtzufinden, kann überwältigend sein. Doch sich vor PFAS und anderen schädlichen Chemikalien zu schützen, muss nicht kompliziert sein. So kannst du bewusste und informierte Entscheidungen treffen:

1. Auf vertrauenswürdige Zertifizierungen achten
Achte auf Produkte mit Siegeln wie Svanen (Nordic Swan Ecolabel), Bra Miljöval, Cosmos Organic oder Ecocert Cosmos Natural. Diese Zertifizierungen stellen sicher, dass die Produkte strenge Gesundheits- und Umweltstandards erfüllen. Ecocert verbietet beispielsweise petrochemische Inhaltsstoffe, synthetische Farbstoffe und künstliche Duftstoffe – Elemente, die häufig in konventioneller Kosmetik vorkommen.

2. Inhaltsstoffe kritisch prüfen
Das INCI-System (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) kann kompliziert wirken, aber wenn du lernst, Warnsignale wie PTFE (Polytetrafluorethylen) oder perfluorierte Verbindungen zu erkennen, kannst du versteckte Schadstoffe vermeiden. Wissen gibt dir Kontrolle darüber, was deine Haut berührt.

3. Vorsicht vor Greenwashing
Viele Marken bewerben ihre Produkte als „natürlich“ oder „clean“, ohne tatsächlich strenge Sicherheitsstandards einzuhalten. Ein hübsches Etikett mit Blättern und Erdtönen garantiert keine ungiftige Rezeptur. Prüfe immer, ob echte Zertifizierungen vorhanden sind.

4. Expert:innen vertrauen
Wenn du unsicher bist, ob ein Produkt sicher ist, wende dich an offizielle Stellen wie die FDA, die EU-Behörde ECHA oder in Schweden an das Läkemedelsverket. Diese Institutionen geben Orientierung zur Sicherheit und Zulässigkeit von Inhaltsstoffen.

Die Zukunft der Schönheit: Sauber und bewusst

PFAS lassen sich nicht einfach abwaschen. Sie verbleiben in unserem Körper, in der Umwelt und im Wasser, das wir trinken. Jede bewusste Entscheidung, die wir heute treffen – jedes PFAS-freie Produkt, das wir wählen – trägt zu einer gesünderen Zukunft bei. Die Beauty-Industrie befindet sich im Wandel, und wir als Konsument:innen haben die Macht, sicherere und sauberere Formulierungen einzufordern.

Lasst uns Schönheit neu definieren. Nicht nur als etwas, das unser Äußeres verschönert, sondern als etwas, das unsere Gesundheit und unseren Planeten schützt und respektiert.